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Impulse


Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. (Johannes 1,17)

Bei Kindern kann man es immer wieder beobachten: wer ist der Größte, der Stärkste, der Beste? Sie stellen sich mit dem Gesicht zueinander und messen mit der Hand, wer größer ist. Bilder werden verglichen – und natürlich ist das eigene das Schönste.

Der Evangelist Johannes macht in seinem Prolog in dem Bibelvers etwas Ähnliches. Er vergleicht das Gesetz, das Gott durch Mose gegeben hat, mit dem Kommen von Jesus Christus. Und er stellt fest: Viel besser! Das Gesetz war gut. Es hat den Menschen gezeigt, was Gott von uns will: Gott ehren und den Mitmenschen lieben. Aber diese Aufforderung, dieser Anspruch an unser Leben, hat leider nicht gereicht. Weil wir Sünder sind. Weil wir fehlerbehaftet sind. Weil wir nicht richtig sind. Mit einem PC, auf dem ein Virus ist, kann man nicht gut und sauber arbeiten.

Deshalb ist es so gut, dass Jesus auf diese Welt kam. Wir haben gerade erst Weihnachten gefeiert – die Ankunft des Retters. Mit ihm – seinem Tod und seiner Auferstehung – kam die Gnade Gottes. Gott vergibt uns unsere Schuld und will uns helfen, in seiner Wahrheit zu leben.

Und deshalb müssen wir auch Gott und anderen nicht mehr beweisen, wie gut wir sind. Wir können aussteigen aus dem Kreislauf des „Besser-sein-müssens“. Gott liebt uns. Er verbessert uns. Bei ihm kann ich geborgen sein und kann ihn immer wieder bitten: verändere mich! Ich schaff das selber nicht. Aber mach du mich besser. Danke, dass du mich liebst.

Herzliche Grüße,
Markus Kersten, Gemeinschaftspastor der Liebenzeller Gemeinschaft.